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Das Tobiasprojekt ist eine von Berliner Kreativen ins Leben gerufene Plattform, die sich als Ort der Begegnung und des Austausches für Künstler unterschiedlichster kultureller Herkunft und verschiedenster Sparten versteht. Ob Musik, Tanz, Theater oder die bildenden Künste - sie alle begeben sich im Rahmen multimedialer künstlerischer Performances gemeinsam auf die Suche nach dem Europa der Zukunft.

Die gegenwärtige politische Lage in der Welt und die zunehmende kulturelle Entfremdung innerhalb unserer Gesellschaft dienen hierbei als Inspiration und Reflektion zugleich. Geschichten, Mythen und Legenden aus der Vergangenheit werden zu einem zusätzlichen Quell des Wissens und der Erkenntnis, um so unsere alltäglichen Erfahrungen in einem neuen Licht erscheinen zu lassen.  

Es ist uns ein großes Anliegen, künstlerische Darbietungen mit Sinn und Bedeutung zu erschaffen, um so ein möglichst breites Publikum in Deutschland und Europa zu erreichen.  

Ursprung des Projekts ist das Tanztheaterstück "Tobias, der Engel - und das vergeudete Europa?", das im September 2017 Premiere feierte.

Das Stück erzählt die Geschichte von Tobias und der gefährlichen Reise, auf die er sich begeben muss, um Geld von weit entfernt lebenden Verwandten zurückzuholen. In Begleitung des Engel Raphael meistert er seine Aufgabe jedoch erfolgreich und kehrt triumphierend und voller Vertrauen in die Gutmütigkeit Gottes nach Hause zurück. Im weiteren Verlauf der Inszenierung wird der Zuschauer in die mythologische Geschichte von Europa und ihre Entführung durch Zeus eingeführt, um dann schließlich in eine Welt des Chaos und des Wahnsinns gestürzt zu werden. Tanz und Schauspiel werden untermalt durch Zitate von Angela Merkel, Papst Johannes und Gregor Gysi. Sie alle drängen unsere Aufmerksamkeit in die gleiche Richtung: was ist aus unserer Gesellschaft und unserer Vision von Europa, der Utopie einer friedlichen Welt, angesichts der gegenwärtigen Lage in der Welt geworden? Veranschaulicht wird diese Reise durch eine dynamische Performance der Tänzer und den konstanten Bezug zu der von Tobias von Anfang an zur Schau gestellten Naivität.  

Choreographie: Oren Lazovski

Tänzer: Vanessa Cokaric, Thomas Hart, Nikolaj Eitel

Sprecher: Markus Hoffmann


English version: 

The performance tells the story of Tobias' adventures after being on a journey to retrieve money from far away relatives. Accompanied by the angel Raphael, he succeeds in his quest and returns home in triumph, full of trust in the good nature of God.The show continues by introducing us to the mythology of Europa and her abduction by Zeus. From then on the storyline takes another turn and we are driven into a world of madness and chaos. The dancing and acting are reinforced with quotes from Merkel, the Pope and Gysi, all of which directs our attention towards one question: how far have we come as a society with our vision of Europe, when we consider it in relation to current events in the world? Our journey is illustrated by the performance through its reference to the original naivety displayed by Tobias.

AKTUELLES

Das nächste geplante Projekt widmet sich der vergessenen Geschichte von Orpa, Goliaths Mutter, und lässt die allgemein bekannte Geschichte "David gegen Goliath" in einem völlig neuen Licht erscheinen.

Das Stück wird Tanz, Sprechtheater, Musik und Design auf unkonventionelle Art und Weise miteinander verknüpfen und den Zuschauer auf eine emotionale audiovisuelle Reise quer durch vorchristliche Zeiten bis in unser heutiges Europa mitnehmen. 

Durch die neue Verortung der Geschichte Orpas und Goliaths erhoffen wir uns, einen gesellschaftlichen Denkprozess anzustossen und der Absurdität des palästinensisch-israelischen Konflikts sowie der Feindschaft zwischen Religionen und Völkern im Allgemeinen ein neues Gesicht zu verleihen. Nur so kann dem immer deutlicher werdenden Rechtsruck in Europa Einhalt geboten und Werte wie Solidarität und Demokratie in der europäischen Zivilgesellschaft gestärkt werden.

Ferner sind Kollaborationen mit der in Haltern geborenen Schauspielerin Lena Castrup und der israelischen Performancekünstlerin Moran Sanderovich geplant. Lena Castrup hat in Berlin und Israel Schauspiel und Gesang studiert, spricht fließend Deutsch und Hebräisch und wurde mit dem Förderpreis des Cameri-Theaters Tel Aviv "Nachwuchsschauspieler 2016" ausgezeichnet. Ihre Vielseitigkeit spiegelt sich in ihren zahlreichen Engagements für Film, Fernsehen und Theater. Zu sehen war sie bisher u.a. am Habima Nationaltheater Tel Aviv, am Cameri-Theater Tel Aviv und im Theater an der Parkaue in Berlin sowie in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen für die Cinematheque Israel und dem 2019 erschienenen Film "Forest Soul" von Charlotte Paulsen (Motion Pictures Darmstadt). Sie wird die dramaturgische Arbeit Oren Lazovskis von Anfang an begleiten und beim Arrangement von Musik und Text beratend zur Seite stehen. Moran Sanderovich ist eine interdisziplär arbeitende Performancekünstlerin, die das Stück mit ihren visuell einprägsamen Masken, Kostümen und ihrem außergewöhnlichen Bühnenbild bereichern wird. Ihre Skulpturen und Performances, die normative Konzepte des Körpers hinterfragen, wurden bisher unter anderem im Israel Museum (Jerusalem), GL Holtegaard Museum (Kopenhagen), Kunsten Museum of Modern Art Aalborg (Dänemark), GRIMMWELT Museum (Kassel), Jüdischen Museum (Frankfurt) und den Sophiensaelen (Berlin) gezeigt.

Über uns

Die Plattform wurde 2017 von einer Gruppe Berliner Künstler gegründet: dem israelischen Choreo-graphen und Tänzer Oren Lazovski, der aus Polen stammenden Projekleiterin und Tänzerin Ewa Bienkowska, dem Cellisten Bernd Teichgräber sowie der tschechischen Violinistin Lenka Zupkova.

Als multikulturelle, bunte, inklusive und kreative Stadt, die vielen religiöse Gemeinschaften, ethnischen Gruppen und Nationalitäten ein Zuhause bietet, ist Berlin der ideale Ort für unsere Plattform. Damit es so bleibt, möchte wir mit unserer Arbeit einen aktiven Beitrag zur Stärkung europäischer Werte wie Solidarität und Demokratie leisten und gesellschaftspolitische Denkprozesse für ein Miteinander in Europa anstoßen.

OREN LAZOVSKI / KÜNSTLERISCHE LEITUNG (ISRAEL) wurde 1980 in Haifa geboren. In seiner Kindheit lernte er am Konservatorium seines Wohnortes Kyriat Haim Akkordeon spielen. Anschließend studierte er Tanz und Kunsterziehung an der Reut Junior High School Haifa und später an der Tanzabteilung der Wizo High School of the Arts, wo er 1998 mit Auszeichnung abschloss. Zusätzlich erhielt er bei Liora Bing Heideker vom Haifa Ballet Studio eine Ausbildung in Klassischem Ballett. Er war Stipendiat der Sharet Foundation America Israel. 2006 kam er nach Berlin und arbeitet seitdem an verschiedenen Projekten mit Tanzkompanien, u.a. am Nürnberger Staatstheater und an der Deutschen Oper Berlin. Als Choreograph präsentierte Oren seine Kunst 2012 auf der Biennale von Venedig unter dem Titel "Marathon of the Unexpected", auf dem Barnes Crossing Festival in Köln, beim Maxim Gorki Schauspielstudio Berlin, in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin, den ID Festivals des Radialsystems Berlin sowie in der Luxemburger Philharmonie.

EWA BIENKOWSKA / PRODUKTIONSLEITUNG UND PRESSE (POLEN) wurde in Warschau geboren und lebt seit ihrem zweiten Lebensjahr in Deutschland. Sie begann bereits als Kind mit Klavier und Ballett, studierte dann ab 1998 Bühnentanz an der Staatlichen Ballettschule Berlin. Ihre berufliche Laufbahn als Tänzerin führte sie u.a. über die Staatsoper Unter den Linden, das Ballett B.C. in Vancouver und andere Opernhäuser von 2008 bis 2012 zum Deutschen Fernsehballett des MDR. Sie arbeitet weiterhin international freischaffend als Bühnentänzerin. Neben ihrer Tanzkarriere absolvierte sie ein Studium der Nordamerikastudien an der FU Berlin und der Polonistik an der Humboldt Universität, welches sie 2008 erfolgreich abschloss. Seit mehr als 10 Jahren betreut und leitet sie regelmäßig interkulturelle Projekte. Sie arbeitet außerdem als freischaffende Produktionskoordinatorin im TV sowie als Tourneeleiterin im Bereich Musical für verschiedene Veranstalter.

LENKA ZUPKOVA / ASSISTENZ UND ADMINISTRATION (TSCHECHISCHE REPUBLIK)studierte Violine an der Janacek Akademie für Musik in Brünn (Tschechien) und an der HMTM Hannover. Von 1995 bis 2000 arbeitete sie beim NDR Sinfonieorchester, beim ‚Neuen Ensemble Köln‘ sowie beim Barockensemble ‚L`Arco Hannover‘. Sie tritt u.a. mit dem Audiodesigner Andre Bartetzki, der Flötistin Lenka Kozderkova (Duo Goelan) und mit dem ‚Ensemble reflexion K.‘ auf. Seit 2005 leitet sie und führt Regie für das interdisziplinäre ‚Ensemble Megaphon in Hannover‘. Ferner schuf sie Bühnenmusik für die städtischen Theater in Zürich, Nürnberg, Hannover, Berlin und Aachen. Lenka Zupkova ist bekannt durch ihre Solo Performances an besonderen Orten, ihre multimedialen Projekte mit zeitgenössischer Musik und Rauminszenierungen. In enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Komponisten entstanden mehrere Werke für Solovioline, Live Elektronik und für Kammerensembles, die ihr gewidmet wurden. Sie ist außerdem Mitglied im Verein Blickpunkte, der es sich zum Ziel gesetzt hat anspruchsvolle musikalische und spartenübergreifende Konzepte in Zusammenarbeit mit professionellen Künstlern, Theater- und Musikpädagogen und mit Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung zu entwickeln und umzusetzen. Den Kindern und Jugendlichen wird so eine aktive kulturelle Teilhabe ermöglicht sowie Kreativität und Toleranz gefördert.

BERND TEICHGRÄBER / KOPRODUKTION UND KÜNSTLERISCHE BERATUNG (DEUTSCHLAND) wurde 1948 in Berlin geboren. Als Violoncellist spielte er von 1970 bis 2011 im Orchester der Deutschen Oper Berlin. Er ist Gründer und Cellist des Kammerorchesters Camerta Pergolesi und arbeitete zusammen mit Christoph Niemann (Kontrabass) als Duo Tedesco Berlin. Seit 2012 leitet er freie Musik- und Tanz-theaterprojekte, auch gemeinsam mit Oren Lazovski. Im Jahr 2015 wurde ihm in Neapel der deutsch-italienische Kulturpreis Amicizia verliehen. 

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